Namibia - Fish River Canyon, Lüderitz und Namib Wüste

Fish River Canyon

Eines der natürlichen Wunder Afrikas ist der Fish River Canyon. Mit einer Länge von 161 km und einer Breite von 27 km ist dieser riesige Canyon mit einer Tiefe von bis zu 550 m von gewaltingen Felswänden eingefasst. Die einmalige Schönheit des Fish River Canyons wird nur von den enormen Dimensionen des Grand Canyons in den USA übertroffen. Eine 25 km lange Schotterstraße führt entlang der östlichen Seite des Canyon und bietet atemberaubende Ausblicke in den Canyon.

Lüderitz

Die Hafenstadt Lüderitz, eingebettet zwischen den Dünen der Namib Wüste und dem wilden Atlantik, wurde 1884 von dem Bremer Tabakhändler Adolf Lüderitz gegründet und war die erste deutsche Niederlassung im damaligen Südwestafrika. Eine Anzahl von hübschen Gebäuden aus der Gründerzeit im Kontrast zu den schwarzen Felsen der Umgebung und dem blauem Ozean gibt Lüderitz seinen berühmten Charme. Entlang der erkundenswerten Küste findet man unberührte Strände, Höhlen, Lagunen und Riffe und selbst Bootsauflüge zu der nahegelegenen Robbenkolonie werden angeboten. Die alte Geisterstadt Kolmanskop aus der Zeit des großen Diamantenfiebers liegt ein paar Kilometer südöstlich und kann nur an Wochentagen besucht werden.

Kalahari

Im Südosten Namibias liegt die namibianische Kalahari, die mit bis zu 30 Meter hohen, teilweise hunderte von Kilometer langen, roten Sanddünen die größte zusammenhängende Sandfläche der Welt ist. Die Kalahari-Wüste in Namibia ist mit Bäumen, periodischen Flüssen und fossilen Wasserläufen durchzogen. Die jährlichen, einigermaßen regelmäßigen Niederschläge ermöglichen einen Lebensraum für und das Vorkommen von zahlreichen Wildtieren, Vögeln, Reptilien und Amphibien sowie Pflanzen und Insekten. In Bezug auf die Vegetation herrschen im südlichen Teil Kameldorn, rotes Ebenholz sowie andere Akazienarten vor. Im Zentrum der namibischen Kalahari findet man häufiger silberne Limbabäume und Sträucher. Weiter im Norden, wo das Klima feuchter ist, weichen die Akazien der Buschsavanne und trockenen Wäldern.

Aber der wahre Reiz der Kalahari liegt in ihrer unheimlichen Stille und Einsamkeit der dünn begrünten Ebenen und Freiflächen. Die Bevölkerungsanzahl ist gering und die wenigen Menschen leben weit verstreut über diese Region. Schafhaltung, begrenzte Landwirtschaft mit Straußen und andere landwirtschaftliche Betriebe dominieren den schwankenden Arbeitsmarkt. Heute arbeiten viele dieser Unternehmen mit der Tourismusbranche zusammen. Dies bringt zusätzliches Einkommmen sowie Arbeitsplatzsicherheit für die Mitarbeiter und freie Stellen für Arbeitslose in dieser Region. Farmtouren, Pirschfahrten, Wanderungen, geführte Wanderungen mit Bushmen und kulturelle Sehenswürdigkeiten auf Farmen haben die Kalahari Region zu einem beliebten Reiseziel gemacht.

Namib und Namib Naukluft Park

Der Namib-Naukluft Park, mit fast 50 000 km2, ist nicht nur das größte Naturschutzgebiet Namibias sondern auch das viertgrößte der Welt. Die ungewöhnliche Landschaft reicht von beeindruckenden Gerbirgsmassiven und grandiosen Schluchten zu endlosen Wüsten mit den höchsten Sanddünen der Welt. Für den Liebhaber von atemberaubenden Landschaften, unbeschreiblicher Atmosphäre und dem Außergewöhnlichen gibt es kaum Vergleichbares zur Namibwüste. Die zeitlose Wüste wechselt ihre Farben und Stimmungen mit jeder Stunde des Tages und sorgt damit für unvergessliche Eindrücke.

Nordwestlich von Maltahöhe, entlang der Straße nach Swakopmund, liegt die Naukluft, ein Gebiet geprägt von beeindruckenden Gebirgen und den östlichen Ausläufern der Namib Wüste. Die Naukluft ist die Heimat des vom Aussterben bedrohten Bergzebras und vielen weiteren Tierarten. Westlich der Naukluft-Berge verschwindet das Flüßchen Tsauchab dramatisch in der steilen Sesrim Schlucht in der sonst flachen Ebene. Sossousvlei ist ein Wunderland von Dünen soweit das Augen sehen kann und begeistert mit einem Spiel von Farben und Formen.